Holz oder Metall?

Welches Material eignet sich am besten für die Stalleinrichtung?

Welche Einrichtung ein Stallgebäude aufweisen sollte, hängt maßgeblich von den darin untergebrachten Tieren ab – denn jede Art stellt eigene Haltungsbedingungen. Neben der vorgesehenen Nutzung, den vorhandenen Rahmenbedingungen und den individuellen Anforderungen spielt auch das Material eine ausschlaggebende Rolle für die Wahl des Interieurs. www.agrarnetz.com erläutert die Vor- und Nachteile von Stalleinrichtungen aus Holz oder Metall.

Naturstoff Holz: Temperaturausgleichend und anheimelnd, aber empfindlich

Seit Jahrhunderten dient Holz als Baustoff in nahezu allen Bereichen. Obwohl es in verschiedenen Branchen durch andere Materialien ersetzt oder zurückgedrängt wurde, ist es selbst aus der modernen Landwirtschaft nicht wegzudenken. Beim Bau, Einrichten oder Auskleiden von Ställen überzeugt es sowohl durch seine ökologische Effizienz als durch Atmungsaktivität, gutes Isolationsvermögen und hohe Elastizität.

Diesen unschätzbaren und vielfach genutzten Eigenschaften stehen Nachteile wie eingeschränkte Zug- und Druckfestigkeit sowie leichte Entflammbarkeit entgegen. Darüber hinaus erfordert Holz einen erhöhten Pflege- und Wartungsaufwand. Als Naturstoff ist es außerdem sehr anfällig für Schimmel- und Pilzbefall bzw. für Wasser-, Urin- oder Fraßschäden. Diese Gegebenheiten beschränken den sinnvollen Einsatz auf ausgesuchte Teile des Stallinterieurs.

Korrosionsbeständiges Metall: Robust, widerstandsfähig und vielfältig einsetzbar

Ganz gleich, ob Trennwand, Bodenrost oder Futterraufe: Beim Einrichten von Tierunterkünften überzeugt Metall durch Vorteile wie mechanische Stabilität und chemische Beständigkeit. Es ist feuerfest, lässt sich ebenso leicht wie schnell reinigen und erfordert kaum Wartung. Diese Tatsachen machen das Material zum idealen Baustoff für stark beanspruchtes Interieur oder für Einbauten, die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften erfüllen müssen.

Metall weist jedoch auch weniger wünschenswerte Eigenschaften auf. Es lässt weder Feuchtigkeit entweichen noch Luft ein- oder austreten — weswegen im Bedarfsfall Öffnungen eingearbeitet werden müssen. Vor allem aber besitzt es eine hohe Wärmeleitfähigkeit, so dass sich einzelne Teile des Interieurs bei Sonnen- oder Heizlampeneinstrahlung stark aufheizen können.