Messing

Als Messing bezeichnet man eine Kupferlegierung, die einen gewissen Zinkanteil aufweist. Kupfer gehört zu den Metallen, die zuerst vom Menschen verarbeitet werden konnten, da es schon bei einer Temperatur von ca. 1.080°C schmilzt und sich durch die geringe Härte sehr gut verarbeiten lässt.

Zink hat einen noch geringeren Schmelzpunkt (420°C) und ist in der Lage mit Kupfer Mischkristalle zu bilden. Durch die Verbindung von Kupfer mit Zink entsteht eine Legierung, die härter als Kupfer ist, aber immer noch über sehr gute Verarbeitungseigenschaften verfügt.

Der Mensch nutzt diese Legierung seit ca. 5.000 Jahren. Damit zählt dieser Werkstoff zu einer der ältesten Legierungen überhaupt. Eine Ausnahme stellt nur noch die Bronze dar, die schon seit über 6.000 Jahren in Gebrauch ist. Bronze ist ebenfalls eine Kupferlegierung, der jedoch statt Zink das Schwermetall Zinn enthält.

Messing war schon immer ein sehr beliebter Werkstoff, da diese Legierung durch Variation des Zinkanteils jeweils wunderschöne Farbnuancen hervorbringt.

An dieser Stelle ist jedoch anzumerken, dass eine Abschätzung des Zinkanteiles über die Interpretation der Farbe nicht möglich ist, da modernen Messinglegierungen noch weitere Legierungselemente beigefügt werden, die einerseits einen Einfluss auf Härte und Korrosionsresistenz haben und andererseits aber auch die Farbe beeinflussen. Am häufigsten werden Aluminium, Eisen, Mangan, Nickel und Silizium hinzu legiert, da so das Messing an die heutigen Bedürfnisse der Industrie angepasst werden kann.

Eigenschaften von Messing

Messing ist trotz des hohen Kupferanteils nicht gesundheitsschädlich. Ganz im Gegenteil, Kupfer-Zink-Legierungen wirken bakterizid und verhindern die Ansiedlung von Bakterienstämmen. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Messingtürklinken und -Griffen zum Beispiel in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln sehr sinnvoll.

Im Gegensatz zu Stahllegierungen kann Messing durch Wärmeeinwirkung nicht gehärtet werden. Messing kann nur verfestigt werden. Die Verfestigung tritt dann auf, wenn das Material mechanisch, zum Beispiel durch Kaltumformen, bearbeitet wird. Durch die Krafteinwirkung wird das Messing nicht verdichtet. Moderne Legierungen enthalten so gut wie keine Luft oder Schlacke und können aus diesem Grund nicht verdichtet werden. Die Härte entsteht vielmehr durch die Dehnung des Metallgefüges. Die bei der Umformung entstehenden Spannungen wirken sich auf die Härte des Materials aus.

Wird kaltumgeformtes Messing auf 450 – 600°C erwärmt, kann die erzielte Verfestigung, je nach Zusammensetzung, wieder aufgehoben werden. Bei dieser Temperatur können sich die Kristalle im Metallgefüge wieder neu anordnen. Bleibt man in einem Bereich von 300 – 450° können, je nach Temperatur, verschiedenen Härtegrade erreicht werden. Mit einer Erwärmung auf 250 – 300° kann man Messing so weit entspannen, dass zumindest keine Spannungsrisskorrosion mehr auftreten kann.

Werden an eine Kupfer-Zink-Legierung in Sachsen Härte oder Zerspanbarkeit spezielle Anforderungen gestellt, sollte Aufgrund der vorgenannten Materialeigenschaften eine geeignete Legierungszusammensetzung wählen. Wird der Legierung Blei hinzugefügt, verbessern sich die Eigenschaften für das Zerspanen zunehmend. Aluminium dagegen vermindert die Anfälligkeit für Korrosion und erhöht die Festigkeit von Messing.

Bearbeitung bei Rime

Messing kann nur sehr eingeschränkt von Co2-Laserschneideanlagen zugeschnitten werden, da das Material sehr stark reflektiert. Mit Festkörperlasern ist der Zuschnitt jedoch möglich. Bei Rime erfolgt der Materialzuschnitt rein mechanisch durch unsere Schlagscheren. Problemlos ist die Weiterverarbeitung durch Fräsen, Stanzen, Rundbiegen und Abkanten.

Rufen Sie uns an, wenn Sie Produkte aus Messingblech benötigen! Bitte beachten Sie, dass wir nicht mit Blechtafeln handeln, sondern diese nur nach Ihren Wünschen zuschneiden oder umformen.