Die Laserlinse

Das Herzstück einer Laserschneidemaschine ist der Schneidkopf, in dem sich die Laserlinse befindet. Diese wird zur Bündelung des Laserstrahls benötigt. Erst so erreicht der Strahl die nötige Leistung, Metalle aufschmelzen zu können. Nach der Bündelung ist der Strahl etwa 2.500-mal stärker als davor.

Linse zum Bündeln des LaserstrahlesDie Laserlinse für eine Schneidanlage besteht nicht aus Glas wie beispielsweise bei Teleskopen oder Lupen.

Glaslinsen könnten der starken thermischen Belastung nicht lange standhalten. Die Laserlinsen bestehen daher aus Zinkselenid (ZnSe). Dieses Material ist bis zu einer Temperatur von 1.500°C hitzebeständig und verleiht den Laserlinsen ihre typische orange Färbung. Zusätzlich sind die Linsen mit einer dünnen Schicht Thoriumfluorid vergütet.

Trotz der Farbgebung sind Laserlinsen für Licht im Infrarotbereich absolut transparent. Unsere Co2-Laser arbeiten in diesem Spektralbereich, welcher für das menschliche Auge unsichtbar ist.

Gefahr durch Zersetzung

Thoriumfluorid ist eine chemische Verbindung, die sehr großer Hitze standhält. Aus diesem Grund ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, Linsen vor Verschmutzung zu schützen. Haben sich Partikel an den Linsen abgesetzt, kann die Energie nicht im vollen Umfang wieder abgeben werden. Ja nachdem wie stark die Linse verschmutzt ist, zersetzt sie sich bis zur kompletten Zerstörung.

Bei Zerstörung der Linse werden Zersetzungsprodukte wie Zinkoxid, Selenoxide und das auf der Oberfläche befindliche Thorium freigesetzt. Thorium und Selenverbindungen sind sehr giftig und verursachen beim Einatmen oder bei Hautkontakt schwere Gesundheitsprobleme.

Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Wartung der Linsen.