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Gewinde

Gewinde

Allgemeines über Gewinde

Betrachtet man ein Gewinde aus direkter Nähe, so kann man erkennen, dass Gewinde aus zwei Formelementen bestehen. Gewinde haben eine Erhöhung, die als Gewindespitze bezeichnet wird sowie eine Vertiefung, die Gewindegang heißt. Laufen diese Elemente wendelförmig um einen zylindrischen Körper, so nennt man dies ein Außengewinde. Befindet sich das Gewinde innerhalb einer Bohrung, so wird es Innengewinde genannt.

Schrauben und Gewindestangen eignen sich durch ihre Außengewinde hervorragend zur stabilen aber nicht dauerhaften Verbindung von Bauteilen. Zur Fixierung benötigt man eine Mutter mit einem passenden Gegengewinde. Verschraubte Elemente lassen sich, im Gegensatz zu verschweißten Bauteilen, mit einfachen Werkzeugen wieder trennen.

Gewinde müssen immer exakt zusammenpassen. Es gibt eine sehr große Formenvielfalt. In Normenkatalogen wird u.a. zwischen ISO-Gewinden, Rund-, Trapez- und V-Gewinden unterschieden, die dann wiederum in Normal- und Feingewinde untergliedert werden können. Viele Nationen haben ihre eigenen Gewindenormen. Es gibt auch firmenspezifische und brancheneigene Gewinde. Zum Beispiel gibt es im Sanitärbereich andere Gewinde als im Fahrrad- und Fahrzeugbau. Um in dieser Formenvielfalt die Übersicht zu behalten, helfen diese Normenkataloge, in denen man die benötigten Gewindebezeichnungen finden kann.

Herstellung von Gewinden

Es gibt zwei Methoden, um Gewinde herzustellen. Unterschieden wird dabei in spanende undspanlose Verfahren:

  • Spanende Herstellungsverfahren durch Schneiden und Fräsen

    Wie schon der Name sagt, wird bei spanenden Herstellungsverfahren Material aus dem Werkstück herausgeschnitten. Dabei entsteht ein langer, in sich verdrehter Span.
    Außengewinde kann man händig mit Gewindescheideisen herausschneiden oder mit einer speziellen Gewindeschneidmaschine  herstellen.
    Für Innengewinde gibt es manuelle Gewindebohrer sowie maschinelle Herstellungsmethoden. Werden besonders präzise Gewinde benötigt, empfiehlt sich der Einsatz von CNC-Fräsmaschinen. Diese Bearbeitungszentren verfügen über computergesteuerte Werkzeuge, die Gewinde in höchster Präzision fräsen können.
    Im Vergleich zu den spanlosen Verfahren haben die spanenden Herstellungsmethoden einen Nachteil. Durch das Herausschneiden wird das Gewinde durch den Materialverlust geschwächt und kann später nicht so stark belastet werden, wie ein spanlos hergestelltes Vergleichsstück. Wie kann das erklärt werden?

  • Spanlose Gewindeherstellung durch Pressen und Stanzen

    Die spanlose Herstellung von Innen- und Außengewinden ist im Prinzip identisch. Bei beiden Verfahren wird das Gewinde mit speziellen Werkzeugen in das Material herein gepresst. Bei Außengewinden wird Material mit großer Kraft von der Oberfläche eines Rohlings aus dem Gewindegrund in die Gewindespitzen gedrückt.
    Bei Innengewinden ist das Verfahren identisch, nur dass das Werkzeug in eine vorgefertigte Bohrung eindringt und so das Gewinde formt. Da es bei diesem Verfahren zu keinem Materialverlust kommt, sind diese Gewinde im Einsatz wesentlich belastbarer.

Gewindeherstellung bei Rime

Wir können Gewinde in spanenden und spanlosen Verfahren herstellen. Für die spanende Herstellung steht ein modernes CNC-Bearbeitungszentrum zur Verfügung. Zur spanlosen Gewindeherstellung benutzen wir unsere CNC-Stanzmaschine, die Gewinde in hoher Geschwindigkeit und großer Genauigkeit herstellen kann.

Autor: Rime GmbH
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