Scheren

 
 

Präzise Blechzuschnitte durch Scheren

 
 
Beim Scheren wird, im Gegensatz zum Abkanten, das Blech nicht gebogen, sondern auf der vollen Länge durchtrennt. Unsere Schlagschere kann Bleche bis zu einer Länge von 8.000 mm schneiden. Dabei entwickelt die Maschine eine maximale Presskraft von 600 Tonnen.
 
 

Scheren bei Rime: Diese Blechformate können wir für Sie zuschneiden:

 
 
Stahl
  8,0 x 2.000 x 8.000 mm
Edelstahl
  8,0 x 2.000 x 8.000 mm
Aluminium
12,0 x 2.000 x 6.000 mm
 
Tafelscheren verfügen jeweils über zwei Messer wobei das Untermesser fest mit dem Tisch verbunden ist. Das Obermesser wird beweglich an einer vertikal geführten Kulisse geführt. Die Messer sind so angeordnet, dass zwischen den Klingen ein Schneidspalt entsteht.
  
 

Der Schneidspalt - ein wichtiges Qualitätsmerkmal

 
 
Die Breite dieses Spaltes sollte immer so klein wie möglich gewählt werden. Befinden sich Ober- und Untermesser zu weit auseinander, wird zum Scheren zwar weniger Kraft benötigt, führt aber beim Absenken des Obermessers zu einer Materialverformung an den Kanten. Diese müssen dann in einem weiteren Arbeitsschritt gerichtet und entgratet werden.
 
Ist der Schneidspalt zu klein gewählt, muss die Schlagschere wesentlich mehr Kraft aufwenden, um das Material zu zerschneiden. Dies führt zu einer stärkeren Belastung der Maschine und der Messer. Um die Scheren nicht zu überlasten und trotzdem eine sehr gute Schnittqualität zu erreichen, muss je nach Material und Blechstärke der optimale Schneidspalt ausgewählt werden.
 
Bei unseren CNC-gesteuerten Maschinen muss nur das Material und die Blechstärke ausgewählt werden. So wird das Obermesser in einen optimalen Abstand zum Untermesser gebracht.
 
 

Detaillierte Beschreibung des Scherprozesses

 
 
Vor dem Scheren wird der Werkstoff auf den Maschinentisch gelegt und  in die korrekte Position gebracht. Bei uns helfen CNC-gesteuerte Anschläge die Bleche zügig in der Maschine auszurichten. Bei älteren Scheren hilft ein von oben beleuchteter Draht, der seinen Schatten auf die Blechtafel wirft, beim Einlegen des Werkstücks. 
 
Mit einem Niederhalter  wird das Blech festgespannt und so vor eventuellem Verrutschen gesichert.
 
 

Welche Probleme können eventuell beim Schneiden auftreten?

 
Werden sehr lange und schmale Blechstreifen benötigt, kann es durch die einwirkenden Scherkräfte zu Verformungen kommen. Von diesem Effekt ist nur das Material hinter dem Obermesser betroffen, da der vor dem Messer befindliche Teil vom Niederhalter fixiert wird.
Da hinter dem Messer kein Niederhalter angebracht ist, kann es zu Verwindungen kommen, bei denen der geschnittene Blechstreifen stark deformiert wird. Um schmale Blechteile verwindungsfrei ausschneiden zu können, ist ein kleiner Schneidspalt entscheidend.
  
 

In welchen Fällen entscheidet man sich für Laserbearbeitung?

 
Die Wahl, für welche Methode man sich entscheidet, ist von einigen Faktoren abhängig:
 
 
Welche Materiallänge benötigen Sie für Ihre Werkstücke?
 
 
Bei uns können Bleche bis zu einer Länge von 6.000 mm mit dem Laser geschnitten werden. Längere Blechzuschnitte, müssen dann mit der Schlagschere erfolgen. Die maximale Schnittlänge beträgt dann bis zu 8.000 mm.
 
 
Welche Qualität muss Schnittkante aufweisen?
 
 
Fakt ist, dass beim Scheren nur das erste Drittel des Materials wirklich geschnitten wird. Der Rest wird durch die mechanische Beanspruchung durch das Obermesser abgerissen. Dadurch entstehen an den Schnittkanten scharfe Kanten Grate, die eventuell beseitigt werden müssen. Bei einigen Aufträgen kann dies vernachlässigt werden. Ist die Qualität der Schnittkante nicht ganz so wichtig, ist das Scheren die schnellste und preiswerteste Alternative.
 
Zuschnitte mit Lasern liefern, vor allem bei dünnen Blechen, perfekte Materialkanten, die nicht nachbearbeitet werden müssen. Bei dickeren Materialstärken geht dieser Vorteil leider verloren, da dann auch eine Nachbearbeitung der Kanten erfolgen muss.
 
 
Vergleich der Geschwindigkeiten bei den verschiedenen Verfahren
 
 
Die Geschwindigkeit beim Laserzuschnitt nimmt mit steigender Materialdicke stetig ab. Vor allem bei stärkeren Blechen kann es durchaus sinnvoll sein, die Bleche mit unseren Scheren zuzuschneiden. Bei dünnen Blechen ist der Laser der Schere deutlich überlegen, da der Zuschnitt schneller, unschlagbar präzise und sauber erfolgt.
 
 
Vergleich des aufzuwendenden Energieaufwandes beim Schneiden
 
 
Laserschneiden ist sehr energieaufwendig. Zum Betreiben der 4.000 und 6.000 Watt starken Schneidköpfe ist ein nicht unerheblicher Energieaufwand notwendig. Auch das Zuführen von Stickstoff als oxydationshemmendes Schutzgas ist mit wirtschaftlichem Aufwand verbunden, der beim Scheren komplett entfällt.
 
Der Energieaufwand ist beim Scheren auch geringer, da die Kraft der Schlagschere durch Schwungräder verstärkt wird und der Zuschnitt mechanisch erfolgt.
 
 

Kombination mit anderen Produktionsschritten

 
 
Auch nachfolgende Bearbeitungsschritte sollten nicht außer Acht gelassen werden. Oft müssen zugeschnittene Bleche mit Bohrungen und Aussparungen versehen werden. In diesem Fall muss das Werkstück nach dem Scheren zur Fräse gebracht werden, um dort weiterbearbeitet zu werden. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren.
 
Beim der Laserbearbeitung entfällt dieser Transport, weil der Laser nicht nur den Blechzuschnitt, sondern auch gleich die Aussparungen und Bohrungen im gleichen Arbeitsschritt erledigt.
 
 

Welches Verfahren soll nun angewendet werden?

 
 
Scheren oder Laser? Die Entscheidung ist in manchen Fällen nicht ganz einfach. Für welche Methode man sich entscheidet ist von Materialart und -Stärke abhängig. Unsere Mitarbeiter in der CAD-Abteilung wählen für Ihren Auftrag die optimale Bearbeitungsmethode aus, damit Sie Ihre Blechzuschnitte so schnell wie möglich und in bester Qualität erhalten.

 

 
 

Hochwertige Blechzuschnitte mit unseren zwei modernen Maschinen.
Wir halten stets eine große Auswahl verschiedenster Bleche auf Lager bereit. Kurze Lieferfristen.
Scheren: schnell, effizient, kostengünstig, flexibel einsetzbar.