Rundbiegen
Rundbiegen gehört wie Abkanten zu den spanlosen Blechformungsverfahren. Rundbiegen wird immer dann angewendet, wenn Bleche in größeren Radien gebogen werden müssen. Bei uns verwenden wir eine 4-Walzen-Rundbiegemaschine, mit der wir Rohre und vielseitige Rundungen biegen können.
Maximale Blechgrößen beim Rundbiegen:
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Stahl
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6,0 mm x 2.500 mm
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Edelstahl
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4,0 mm x 2.500 mm
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Grundlagen für das Rundbiegen
Bevor man eine Blechtafel biegen darf, muss der Mindestbiegeradius ermittelt werden. Dieser Wert stellt die Grenze dar, bei dem das Material gerade noch fehlerfrei gebogen werden kann. Wird der Mindestbiegeradius unterschritten kann das Metall an den Rändern reißen oder abplatzen. Gerissene Werkstücke sind dann nicht mehr zu gebrauchen. Dieser Radius ist von Material zu Material unterschiedlich.
Für die Ermittlung des kleinsten möglichen Biegeradius gibt es eine Faustformel:
- bei Stahlblech multipliziert man die Blechdicke mit dem Faktor 1 bis 3
- bei Aluminium ist der Faktor mit 0,8 bis 1 wesentlich geringer.
Das bedeutet, dass man ein Stahlblech, welches 10 mm stark ist mit einem Mindestradius zwischen 10 und 30 mm biegen kann. Je mehr man sich beim Rundbiegen der Untergrenze dieser Spanne annähert, umso größer ist die Bruchgefahr.
Bei unserer CNC-gesteuerten Rundbiegemaschine wird vor jedem Biegevorgang der Radius optimal auf Materialart und Blechdicke eingestellt, sodass es zu keinen Materialverletzungen kommt.
Der Biegevorgang
Wie schon der Name sagt, verfügt unsere Vier-Walzen-Rundbiegemaschine über vier Walzen. Damit das Blech gleichmäßig rund gebogen werden kann, spielt die Anordnung der einzelnen Walzen untereinander eine wichtige Rolle. Im Prinzip befinden sich zwei Walzen an der Seite, die in ihrer Höhe nicht eingestellt werden können. Zwischen diesen beiden Walzen sind senkrecht zueinander die beiden anderen Walzen angebracht. Diese sind im Vergleich zu den Seitenwalzen in der Höhe veränderbar.
In der Grundeinstellung befinden sich die drei unteren Walzen auf einer Höhe. Zwischen den mittleren Walzen ist ein schmaler Spalt, durch den das Blech geleitet wird. Eine Blechtafel würde in dieser Einstellung die Maschine ungebogen durchlaufen.
Nach Eingabe der Materialart, Blechdicke und Biegeradius stellt sich die CNC-Maschine auf das Rundbiegen ein, indem die mittleren Walzen im Verhältnis zu den Seitenwalzen nach unten justiert werden. Je tiefer die mittleren Wellen eingestellt werden, desto kleiner ist der Biegeradius. Der kleinste Biegeradius entspricht dem Radius der oberen Walze.
Die Möglichkeiten beim Rundbiegen
Durch diese Maschine können Halbschalen und konische Rundungen, Übergänge und Ringe gebogen werden. Die CNC-Steuerung ermöglicht auch kreative Formen nach Kundenwunsch.
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