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Das schreiben die Zeitungen über uns

So ein Blech!

Metallteile aus Riesa sind gefragt. Nun erlaubt der Hersteller Rime einen Blick hinter die Kulissen.

Sächsische Zeitung vom 03.03.2016
Von Sarah Protze

In der gesamten Halle ist es so laut, dass man sein eigenes Wort kaum verstehen kann. Die Maschine brummt kontinuierlich, als Jan Kannemann und Steffen Meerkamp das Blech in die Abkantpresse spannen. Das Biegen übernimmt die computergesteuerte Maschine in nur wenigen Sekunden von ganz alleine. Abgekantete Bleche werden zum Beispiel beim Bau von Industriemaschinen oder Brücken benötigt.

„Wir stellen für unsere Kunden die verschiedensten Teile aus Blech her“, so Michael Nitzsche, der für das Marketing beim Blech-Spezialisten Rime in Riesa verantwortlich ist. Dort werden Bleche aus Stahl oder Aluminium nicht nur gebogen, sondern auch geschweißt, gefräst, gestanzt, geschliffen oder per Laser zugeschnitten. Rime produziert für Branchen wie Fahrzeugbau, Windkraft, Maschinenbau, Förder- und Umwelttechnik. „Nur von der Raumfahrttechnik haben wir bis jetzt noch keine Aufträge erhalten“, scherzt Nitzsche.

Momentan hat das Unternehmen etwa 90 Mitarbeiter, davon ist einer Auszubildender zum Konstruktionsmechaniker für Feinblechtechnik. „Der Beruf ist herausfordernd, aber auch erfüllend, da wir an so gut wie keinem Tag dasselbe aus Blech herstellen. Neben Körperkraft ist vor allem Kopfarbeit gefragt“, so Nietzsche.

Mehr als 1 000 Lehrstellen frei

Wer sich als Schüler selbst ein Bild von der Arbeit als Konstruktionsmechaniker machen will, kann am 11. März bei Rime reinschauen. Dann öffnet das Unternehmen im Rahmen der Aktion „Schau rein! – Woche der offenen Unternehmen Sachsen“ für zwölf Interessenten seine Türen. Die Firma nimmt dieses Jahr schon zum zweiten Mal an der Aktion teil, um neue Auszubildende zu werben und das Arbeiten im Unternehmen vorzustellen.

Auch andere Firmen in der Region machen bei der Woche der offenen Unternehmen mit (siehe Infobox). Die Aktion bietet Schülern die Gelegenheit, für einige Stunden in die unterschiedlichsten Berufe reinzuschnuppern und dabei mit Mitarbeitern, Geschäftsführern und Azubis zu sprechen. „Schau rein!“ wurde gemeinsam vom Freistaat und der Arbeitsagentur ins Leben gerufen. – Warum die Aktion so wichtig ist, weiß Steffen Leonhardi, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Arbeitsagentur Riesa: „Vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftebedarfes müssen wir gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, dass kein Jugendlicher auf dem Weg von der Schule in das Berufsleben verloren geht“, so Leonhardi. Oftmals offenbare sich erst bei genauerem Hinsehen, ob ein Bewerber für eine Ausbildungsstelle geeignet ist. „Mitunter stehen die Azubis, die in der Theorie Unterstützung brauchen, in der Praxis ihre Frau oder ihren Mann“, sagt Steffen Leonhardi. Bei der Arbeitsagentur Riesa stehen derzeit exakt 1 108 gemeldeten Bewerbern fast genauso viele gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber: 1 057.

16 Meter lange Bleche

Die Woche der offenen Unternehmen soll helfen, möglichst viele der Bewerber mit einer passenden Lehrstelle bekannt zu machen. Gut möglich, dass Jan Kannemann und Steffen Meerkamp bald einen neuen Kollegen an einer der fünf Abkantpressen anlernen: Dort können immerhin bis zu 16 Meter lange und bis zu 30 Millimeter starke Bleche bearbeitet werden.


Die Holländer kommen

Für Konzerne aus dem Nachbarland ist die Region attraktiv. Die Investitionsfreude hat einfache Gründe.

Sächsische Zeitung vom 26.01.2016
Von Birgit Ulbricht und Stefan Lehmann

Landkreis

Ein knappes Jahr ist es her, dass bei Rime angestoßen werden konnte. Mit 200 Gästen weihte der Blechverarbeiter seine neue Produktionshalle in Riesa ein. Die weiteste Anreise zu den Feierlichkeiten dürfte wohl der Geschäftsführer gehabt haben: Seit 2007 gehört Rime zur niederländischen Tollenaar-Gruppe.

Rime-Geschäftsführer Frans Tollenaar ist dabei einer von vielen niederländischen Unternehmern, die in der Region investieren. Jüngstes und prominentestes Beispiel ist sicher BuS Elektronik. Seit September 2014 gehört der Hersteller von Elektronikbauteilen zum Konzern Neways. Hinzu kommen verschiedene private Investoren, die in der Region Immobilien kaufen. Etwa Henry de Jong, der auf dem Rittergut Tiefenau ein Ferienresort errichten möchte. Auch die Dorfdisco „Crazy Eddy“ in Nauwalde wurde im vergangenen Jahr an ein Pärchen aus Holland verkauft, das derzeit in Chemnitz lebt. – Dass der Landkreis besonders bei niederländischen Investoren hoch im Kurs steht, möchte Sascha Dienel so nicht bestätigen. Mit Feralpi in Riesa und PCM in Klipphausen seien beispielsweise auch zwei große italienische Unternehmen im Kreis aktiv, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Meißen. Auch österreichische Investoren gebe es. Grundsätzlich sei die Region ohnehin nicht so international aufgestellt wie die alten Bundesländer.

Hauptaugenmerk im Nordwesten

Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) registrierte bei ihrer letzten Datenerhebung 2013 – also vor der BuS-Übernahme – insgesamt sieben niederländische Tochterfirmen im Kreis, vom Großhändler Peak in Nossen bis zum Maschinenhersteller Busch in Coswig. „Generell ist Deutschland als größter Handelspartner für niederländische Unternehmen natürlich sehr wichtig“, betont DNHK-Sprecher Niels Koekoek. Das Hauptaugenmerk liege dabei zwar immer noch auf Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen – von den etwa 5 300 holländischen Tochterunternehmen in Deutschland sind mehr als die Hälfte dort angesiedelt. Doch das Interesse an den anderen Bundesländern werde größer, sagt Koekoek.

Die Investitionsfreude der niederländischen Firmen und Konzerne hat laut Rime-Geschäftsführer Frans Tollenaar einen relativ profanen Grund: „Niederländische Firmen investieren viel im Ausland und vor allem gern in Deutschland. Das liegt hauptsächlich daran, weil es in den Niederlanden nicht viel Platz gibt, um zu expandieren.“ Wie die Größe des Landes sei auch der Markt begrenzt. „Für ein produzierendes Unternehmen ist somit der Schritt nach Deutschland sehr wichtig.“ In seinem Fall sei die Entscheidung für den Kauf von Rime deshalb gefallen, weil die Firma bereits erfolgreich war und über sehr gute Fachkräfte verfügte. Erfolg und Wachstum seien nur möglich, wenn in der Region gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden sind. Zudem habe es noch Platz gegeben, um die Firma zu vergrößern – wie es Anfang 2015 mit Einweihung der neuen Werkhalle geschehen ist.

Anlagen waren preiswert

Auch Agrarbetriebe sind in holländischer Hand: In Großenhain kaufte Marten Tichelaar im Jahr 2011 die Schweinemastanlage Stroga von Giovanni Benelli, der nach der Wende das ehemalige Volksgut von der Treuhand erworben hatte. Rund ein Drittel des Sauenbestandes und ein Viertel der Mastschweine in Ostdeutschland sind in holländischer Hand. Die Größe der Betriebe im Osten rechnet sich, die Produktion eines Ferkels kostet hier rund fünf Euro weniger als in Holland. Die DDR-Anlagen waren zudem preiswert zu haben. Die Genossenschaften bekamen nach der Wende keine Kredite. Die Holländer müssen hier keine Produktionsrechte kaufen, das spart pro Sau etwa 350 Euro. Es gibt zudem immer noch Fördergeld. Die Gülleentsorgung ist wegen der größeren Ackerflächen auch kein Problem und das Futter preiswerter als in den Niederlanden. Ob das wiederum so bleibt, ist fraglich. Denn die Schweinewirtschaft wandert weiter nach Osten. Die Mast ist bereits jetzt günstiger als in Tschechien, Polen, Ungarn oder der Ukraine – hier kostet das Futter noch weniger.

Link zum Artikel: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-hollaender-kommen-3306981.html


2015: „Wir wollen Deutschlands Beste sein“

06.02.2015 „Riesaer“

Ein Unternehmen wird zu klein: Der im Stahlwerksgelände beheimateten Rime Blechbearbeitung ist das mehrfach passiert. Zwei Mal wurde die ursprünglich 50 m lange und 40 m breite Werkhalle in der Länge erweitert, um nochmals 50 Meter, später um weitere 36 Meter. Dann war das Grundstück zu Ende.

Folglich entstand der jüngste Erweiterungsbau direkt neben der alten Halle. Das am 30. Januar, nach nur neun Monaten Bauzeit, eingeweihte Gebäude ist nochmals 3.000 Quadratmeter groß. Einen wesentlichen Teil nimmt die Schweißabteilung ein. Weitere Flächen werden für die Verpackung und den Versand der großen Teile benötigt, die Rime in viele Länder der Welt schickt.

In der alten Halle verbleiben die in den vergangenen Jahren schrittweise angeschafften hochmodernen Maschinen: Stanzen, Laserschneidetechnik, die Abkantpresse für bis zu 16 Meter lange Bleche und eine Lasermaschine für die gleichen Dimensionen.

Das alles zeigt, dass das Unternehmen sehr planvoll erweitert und ausbaut. Seit knapp acht Jahren gehört Rime zur Tollenaar-Gruppe aus Zwolle in den Niederlanden. Der geschäftsführende Gesellschafter Frans Tollenaar stellt an sich und seine Truppe höchste Ansprüche: „Wir wollen die besten Blechverarbeiter in ganz Deutschland sein!“ Die Krisenzeiten habe auch Rime gespürt. „Deshalb haben wir unsere Palette vielfältiger gestaltet. Wir verarbeiten besonders große Bauteile mit besonders hoher Genauigkeit“, so Tollenaar. Die Produkte werden, unter anderem, im Maschinenbau und an Fassaden großer Gebäude verwendet.

Frans Tollenaar, der die Stadtverwaltung für die sehr zügige Bearbeitung der Unterlagen lobte, baut ganz stark auf den Standort: „Unser bestes Potenzial sind unsere Mitarbeiter hier in Riesa!“ Mit der Erweiterung erhöhte sich auch deren Zahl nochmals um 18 Leute – Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker, Elektrotechniker. Inzwischen beschäftigt der Betrieb 78 Menschen. Den oft beschworenen Fachkräftemangel mag Frans Tollenaar nicht erkennen: „Wir suchen sehr intensiv und waren immer erfolgreich. Wir brauchen Leute, die selbst denken, die lernbereit sind uns sich ständig weiterbilden.“


Mehr Platz für hochmoderne Maschinen

Amtsblatt 16/2014 „Riesaer“ vom 25.04.2014

Dem Sprichwort nach ist bekanntlich Reden Silber und Schweigen Gold. Durch konsequentes Handeln entsteht Blech, könnte man ergänzen. Korrekterweise entsteht es bei der Rime GmbH nicht, sondern wird auf verschiedene Weise bearbeitet. Laserschneiden, Abkanten, Stanzen und Rundbiegen weist der Briefkopf als wesentliche Arbeiten aus.

Künftig wird das alles auf größerem Raum geschehen. Am Montag vor Ostern vollzog das Unternehmen im früheren Stahlwerksgelände an der Heinrich-Schönberg-Straße den Spatenstich für eine weitere Werkshalle. Noch im Spätherbst dieses Jahres soll sie in Betrieb gehen. Auf rund 3.000 Quadratmetern ist dann neuer Platz für hochmoderne CNC-Blechbearbeitungsmaschinen vorhanden.

An die jetzige Halle war seit dem Unternehmensstart im Jahr 1993 bereits zwei Mal angebaut worden. Mittlerweile ist man an der Grundstücksgrenze angelangt. „Produktions- und Lagerfläche sind ausgelastet, wir haben schlicht keinen Platz mehr“, so Betriebsleiter Steffen Wätzig. Mit dem Neubau wird die Produktionsfläche um rund 50 % erweitert, es ist die größte Erweiterung der 21-jährigen Rime-Unternehmensgeschichte.

Auch personell will das Unternehmen aufstocken: „Zu den derzeit 65 Mitarbeitern werden wir mindestens zwölf neue Leute einstellen, vielleicht sogar noch ein paar mehr“, sagte Steffen Wätzig. Der geschäftsführende Gesellschafter Fran Tollenaar lobte in seiner Ansprache vor allem den zügigen Verlauf des Verfahrens. „Die Baugenehmigung wurde uns durch die Stadtverwaltung innerhalb von nur vier Wochen erteilt. Das habe ich noch nie erlebt und finde es sensationell.“

Die Rime Blechverarbeitung gehört seit einigen Jahren zur Tollenaar-Gruppe mit Sitz im niederländischen Zwolle. Maschinenbau, Autoindutrie, die Bauwirtschaft und die Windkraftbranche sind wesentliche Abnehmer der Riesaer Produkte.

U.P.

2011: Der 16 Meter Koloss

18.09.2011 Sächsische Zeitung

Riesaer Metallbauer investiert in seltene Technik, um Vorteile auf dem Markt zu haben.

Was sich in den vergangenen Wochen und Monaten in der Werkhalle der Firma Rime im Gewerbegebiet Stahlwerk getan hat, ist nahezu unglaublich. Der Maschinenpark wird um einen seltenen Koloss erweitert.

Eine neue Abkantpresse mit einer Länge von 16 Metern und einer Presskraft von 2.500 Tonnen soll bei der Firma, die zur holländischen Tollenaar Gruppe gehört, bald ihre Arbeit aufnehmen. Derzeit läuft der Aufbau, der nach eigenen Angaben genauesten Abkantpresse dieser Größe im europäischen Wirtschaftsraum. Für die Anschaffung und den Umbau der bestehenden Halle wurde kräftig investiert.

Gefertigt werden sollen auf der so genannten Tandemmaschine, die aus zwei acht Meter langen Kantbänken besteht, Bauteile für Windkraftanlagen und Schleusen sowie den Sondermaschinen. Bearbeitet werden kann dabei eine Materialstärke von bis zu 30 mm über die gesamte Länge.

Anfragen gäbe es bereits, versichert Rime Marketing-Verantwortlicher Michael Nitzsche. Eigens für die Installation und den späteren Vertrieb des Koloss wurden in der Werkhalle die Kranbahnen verstärkt und in zusätzliche Krane investiert.

Künftig werden bis zu vier Arbeiter die computergesteuerte Riesenmaschine programmieren und bedienen. Derzeit sind etwa 52 Mitarbeiter im Riesaer Betrieb beschäftigt.

Die millionenschwere Investition der Firma Rime soll noch in diesem Jahr die Produktion aufnehmen. Dann ist die fast einjährige Bauphase beendet.

Blech – Fix in Form

20.05.2011 Das Amtsblatt „Riesaer“, Ausgabe 20/2011

„Blech fix in Form“. Mit diesem Slogan wirbt die Rime GmbH auf Ihrer Internetseite: Das Unternehmen ist Spezialist für die Bearbeitung von Blechen. Abkanten, Fräsen, Stanzen, Laserschneiden und weitere Möglichkeiten der Blechverarbeitung gehören zu seinem Angebot.

Seit 2007 gehört Rime zur niederländischen Tollenaar Stahlgruppe, deren Chef Frans Tollenaar den Riesaer Betrieb zu einem Spitzenunternehmen in ganz Deutschland ausbauen möchte. 136 Meter lang ist die Halle, in der es nach der Wirtschaftskriese jetzt wieder richtig brummt. Da Rime keine eigenen Produkte anbietet, sondern die Bleche für seine Kunden bearbeitet, ist die Fima immer von anderen und deren Auftragslage abhängig.

Hochpräzise Arbeit

Bei Rime mit Präzisionsmaschinen in die richtige Form gebrachte Teile werden beim Maschinen- und Anlagenbau, in der Umwelt und Fördertechnik und vielen anderen Branchen eingesetzt. Derzeit wird der Einbau einer neuen Maschine vorbereitet, die Teile mit einer Länge von 16 Metern und einer Stärke von drei Zentimetern bearbeiten kann. Im Dezember soll sie in Betrieb gehen.

Seit Januar 2010 hat das Unternehmen darüber hinaus eine moderne CNC-Fräsmaschine, mit der Bleche mit Gewinden, Bohrungen und Passungen ausgestattet werden können. Auch die Vorbereitung von Schweißnähten und das Fräsen von Fasen sowie das Entgraten von Schnittkanten sind damit möglich.

Neue Mitarbeiter gesucht

Etwa 40 Mitarbeiter sind in dem Unternehmen beschäftigt. Einige arbeiten in der firmeneigenen Planungsabteilung, in der die Programme für die computergesteuerten Maschinen entwickelt werden. Dank der guten Auftragslage laufen die wertvollen Maschinen in drei Schichten. Aus diesem Grund werden zurzeit dringend Mitarbeiter in der Fertigung und für die Arbeitsvorbereitung gesucht.

Auf Strom und Erdgas ist Verlass

Logisch, dass die hochpräzise, computergesteuerten Maschinen eine störungsfreie Stromversorgung und möglichst konstante Temperaturen benötigen. „Erdgas für die Wärmeversorgung sowie Strom beziehen wir von den Riesaer Stadtwerken, die uns ein zuverlässiger Partner sind. Da gab es noch nie Probleme. Wichtig sind und klare Absprachen, auf die man sich dann auch verlassen kann. Mit den Stadtwerken ist das jederzeit möglich“, versichert Prokurist Steffen Wätzig.

Bearbeitungszentrum: Mit neuen Ideen gegen Krisenstimmung

29.04.2009. Wochenkurier / Ausgabe Riesa-Großenhain

Die Krise als Impuls für neue Aufgaben und Ziele nutzen, das hat sich die Riesaer Firma Rime-Blechverarbeitung auf die Fahnen geschrieben.

Erfolgreich sahen die Bilanzen der Rime Blechverarbeitung durchgängig seit dem Produktionsstart 1993 bis heute aus. Auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände hat Rime einen Hallen- und Bürokomplex errichtet, der heute 42 Mitarbeitern und fünf Auszubildenden einen Arbeitsplatz bietet.

Auch nach dem Eigentümerwechsel im September 2007 ging die Erfolgsgeschichte weiter. Seitdem gehört Rime zur holländischen Tollenaar-Firmengruppe, die bereits in Zwolle (Holland) einen Betrieb mit ähnlicher Produkt- und Ausstattungspalette hat, sowie ein Rohrwerk in Pretoria (Südafrika) betreibt.

Veränderungen in der Organisation und den Aufgaben haben in Riesa Einzug gehalten. Zwar ist Qualität seit eh und je eine Grundvoraussetzung, dennoch liegt der neue Vorteil auch immer mehr in der Geschwindigkeit. „Wir konnten durch Verbesserungen im Produktionsablauf schneller auf Kundenwünsche reagieren, kürzere Lieferzeiten sowie schnellere Produktionsdurchlaufzeiten sicherstellen“, erklären die Betriebsleiter Jörg Zschiedrich und Steffen Wätzig. Der Jahresumsatz drückt den Erfolg in Zahlen aus. Dieser hat sich von 1994 mit vier Millionen Mark bis 2007 quasi vervierfacht auf acht Millionen Euro. „Nach unserer positiven Entwicklung spüren aber auch wir die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise“, gibt Jörg Zschiedrich zu bedenken. Auftragsausfälle versucht die Firma Rime mit einer verstärkten Arbeit im Vertrieb zu kompensieren.

In diesen Zeiten wird das Personal mit Lehrgängen sowie Weiterbildungen geschult. Zum Unternehmenskonzept gehören aber auch vorrangig der Erhalt der Arbeitsplätze sowie Investitionen in den Standort Riesa. Die Förderung des Fachkräftenachwuchses mit der kontinuierlichen Lehrausbildung ist ebenso Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Firma Rime. Die Umsetzung von Vorschlägen der Mitarbeiter unter dem Motto: „Schneller lernen als der Wettbewerb“, gehören zum Erfolgskonzept.

Heute umfasst das Leistungsspektrum die Herstellung von Einzelteilen, kleiner bis mittelgroßer Baugruppen und Module sowie Halbfertigprodukte nach Kundenwunsch. Das Produktionsprofil von Rime erstreckt sich im CNC-Abkanten bis acht Meter Länge und acht Millimeter Stärke über Laserschneiden bis sechs Meter Länge und 25 Millimeter Stärke, Stanzen, Rundbiegen, Einpressen von Muttern und Bolzen, Bohren, Schweißnahtvorbereitung, Gewindeschneiden, Gleitschleifen bis zum Schweißen. So werden u. a. Prototypen, aber auch Großserien gefertigt. „Wir vertrauen auch weiterhin in die Wirtschaftskraft Sachsens, fokussieren in die Großräume Thüringens und Sachsen-Anhalts. Wir sind trotzdem nach wie vor bundesweit aktiv“, verdeutlichen die Betriebsleiter.

Rime wird verkauft!

05.09.2007. Wochenkurier Ausgabe Riesa/ Großenhain

Verkauf der Firma Rime ist jetzt perfekt.

Geschäftsführer Franz Tollenaar (31) stellte sich nach Unterzeichnung des Kaufvertrages zwar ganz offiziell, aber doch in lockerer Atmosphäre einer Willkommensfeier bei der Belegschaft der Riesaer Blechverarbeitungsfirma Rime vor. Er übernimmt den Firmenschlüssel vom bisherigen Inhaber Rolf Rinklin.

Rime gehört damit zur multinationalen Tollenaar-Firmengruppe, die bereits in Zwolle in Holland eine Firma mit ähnlicher Produkt- und Ausstattungspalette hat, sowie ein Rohrwerk in Südafrika betreibt und schon seit einiger Zeit Kontakte nach Deutschland sucht. Insgesamt arbeiten unter dem Dach der Firma bisher etwa 250 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro. Der enge und gute Kontakt nach Sachsen werde dem ehemaligen Geschäftsführer Rolf Rinklin zwar fehlen, aber er wisse die erfolgreiche Firma auch weiterhin in guten Händen.

Den Verkauf begründet der Baden-Württemberger mit rein privaten Motiven. Er wolle sich künftig seinen Hobbys: Pferdezucht und Weinanbau, widmen. Die Entscheidung der Holländer für den Kauf von Rime war alles andere als eine spontane Laune. „Wir haben sehr lange nach dem richtigen Partner gesucht, der perfekt zu unserem Profil passt“, erklärt Franz Tollenaar. Mit der ehemaligen Rinklin-Firma habe man die Nadel im Heuhaufen gefunden. Der Kauf, der Riesaer Firma mit einer Belegschaft von 41 Arbeitern, sei in jedem Fall ein Kompliment an die bisherige Geschäftsleitung. Die Holländer planen bis 2020 etwa noch zehn weitere Firmen zu erwerben.

Neue Rime-Eigentümer stellen sich vor

03.09.2007, Sächsische Zeitung, Ausgabe Riesa

Der Eigentümerwechsel bei der Rime GmbH ist perfekt. Am Freitag stellte Rolf Rinklin Frans Tollenaar als neuen Geschäftsführer und Mitinhaber des Unternehmens in Riesa der Belegschaft vor. Am Tag zuvor war der Verkauf der Firma, die Rinklin 1994 auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände angesiedelt hatte, an die niederländische Firma Tosec vom Notar beurkundet worden.

Der neue Geschäftsführer ist eines von sieben Kindern aus einer niederländischen Unternehmerfamilie. Nach seinem Jura-Studium ist der 31- jährige im Management der Blechverarbeitungsfirma von Vater Frans Tollenaar mit 100 Beschäftigten in Zwolle tätig. Bruder Roland ist Geschäftsführer eines Rohrwerks im südafrikanischen Pretoria mit 150 Mitarbeitern. Die Übernahme in Riesa – das erste Engagement in Deutschland – solle zum Wachstum beitragen. Gemeinsam könnten Tosec und Rime auf dem Markt in Nordrhein- Westfalen aktiv werden.

Rime hat einen guten Ruf in der Branche“, erklärte der neue Geschäftsführer. Deshalb solle der Name des Unternehmens, der für Rinklin-Metallverarbeitung steht, in Riesa beibehalten werden. Ebenso, dass der Inhaber nur hin und wieder in Riesa ist. Jörg Zschiedrich und Steffen Wätzig werden als Betriebsleiter weiterhin die Geschäfte in Riesa führen. Er wollte „frühzeitig einen würdigen Nachfolger“ für sein Unternehmen in Riesa finden, erklärte Rolf Rinklin seine Gründe, warum er sich von seiner Rime GmbH in Riesa trennt. Der 55-jährige Unternehmer aus Baden-Württemberg wolle sich in seiner Heimat der Pferdezucht und seinem Weinberg widmen. Am Freitagabend trafen sich alte und neue Eigentümer gemeinsam mit den Mitarbeitern zum gemütlichen Beisammensein.

Autokran bringt tonnenschwere Hochleistungstechnologie

26.04.2006, Sächsische Zeitung, Ausgabe Riesa

Ohne tatkräftige Unterstützung von einem Autokran ging hier gar nichts: Denn die einzelnen Elemente der neuen Laserschneidanlage, für die Rime Blechverarbeitung GmbH, brachten gut und gerne 25 Tonnen auf die Waage.

Gestern Vormittag trafen sie aus Ditzingen bei Stuttgart in Gröba auf der Heinrich-Schönberg- Straße ein und wurden vom Betriebsleiter persönlich in Empfang genommen. „Wir haben dafür etwa 800.000 Euro investiert“, sagte Jörg Zschiedrich, „und können jetzt größere Dickenbereiche ansteuern.“ So sei die Laserschneidanlage „der neuesten Generation“ fähig, im normalen Stahlbereich bis 25 Millimeter zu durchtrennen, im Edelstahlbereich eine Dicke bis zu 20 Millimetern. „Unser Ziel ist natürlich, der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein“, erklärt Zschiedrich.

Deshalb sei man bei Rime bereits vor einigen Monaten vom Zwei- auf ein Drei-Schichtsystem umstiegen. Durch die dritte Schneidanlage hofft Zschiedrich nun, dass die 37 Beschäftigten in kürzerer Zeit mehr Aufträge erfüllen können. „Wir werden aber über kurz oder lang zwei neue Arbeitsplätze schaffen“, sieht der Betriebsleiter in die Zukunft der Riesaer Blechverarbeitung, deren Erzeugnisse unter anderem im Stahl und Maschinenbau Verwendung finden.

Das Unternehmen ist seit Oktober 1993 in Riesa Gröba auf dem ehemaligen Martinwerkgelände angesiedelt. Aus den einst sieben Mitarbeitern sind mittlerweile 37 geworden, und auch die Produktionsstätten wurden aufgrund voller Auftragsbücher mehrmals erweitert. Im Kern werden bei Rime meterlange Blechprofile gestanzt, gekantet und auf die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden zugeschnitten. „In der Region beliefern wir eigentlich fast alle, die mit Metall zu tun haben“, so Jörg Zschiedrich stolz.

Blechteile: Made in Riesa

02.04.1997 Riesaer Tageblatt

Der Grund für den Erweiterungsbau, so der Geschäftsführende Gesellschafter Rolf Rinklin, liegt in der positiven Entwicklung des Unternehmens. Es hat sich zu einem führenden Hersteller für Blechverarbeitung entwickelt.

Kantteile und Laserteile „Made in Riesa“ finden in den verschiedensten Zweigen, vom Fahrzeugbau über Waggonbau bis hin zum Wohnbereich Verwendung. Rime beschäftigt zurzeit 15 Mitarbeiter. Nach der Erweiterung ist eine Erhöhung auf etwa 20 Beschäftigte zu erwarten. Das klingt nicht viel, doch „es zählt schließlich jeder Arbeitsplatz“, unterstrich Arbeitsamtsdirektorin Dr. Bärbel Gericke zufrieden diesen Fakt. Sollte sich der Positivtrend fortsetzen, könne man in etwa zwei Jahren auch an Zwei-Schicht-Betrieb denken, wagte Geschäftsführer Rinklin schon einen Blick in die Zukunft.

Mit modernster Lasertechnik am Markt erfolgreich sein

21.03.1997 Sächsische Zeitung, Ausgabe Riesa

Im Oktober 1993 nahm auf dem ehemaligen Martinwerkgelände an der Lauchhammerstraße ein kleiner Betrieb seine Produktion auf. Angeregt durch die Aktivitäten seines Schwiegervaters, hatte der junge Unternehmer Rolf Rinklin sich entschlossen, in Riesa einen zweiten Betrieb neben dem im badischen Herbolzheim aufzubauen. Vorteile für die künftige Belegschaft, sie konnte in Baden gründlich angelernt werden.

Sieben Leute waren es, die dann im Oktober die Fertigung von Kantprofilen für Dach, Wand und Fassade mittels CNC-Tafelschere und CNC-Abkantpressen begannen. Laserschneidanlagen und Stanz- und Nibbelmaschinen kamen hinzu, so dass man heute Erzeugnisse von Rime auch im Maschinenbau, im Fahrzeugbau, in der Fördertechnik und in der Baubranche findet, vor allem in Sachsen, aber auch in anderen Bundesländern.

Steigende Umsätze und eine Belegschaft, die heute 17 Mitarbeiter umfasst, bestätigen den Aufwärtstrend der kleinen Firma. „Ich hab es nicht bereut, nach Riesa gegangen zu sein. Die Firma hat sich gut entwickelt, die Mitarbeiter gehen sehr engagiert zu Werke“, zieht Firmenchef Rinklin eine Zwischenbilanz. Anlass dieses Rückblicks war der Spatenstich für den Neubau einer Produktionshalle. Grund für den Erweiterungsbau, so betonte Herr Rinklin, ist die positive Unternehmensentwicklung.

Mit dem Bau werden optimale Voraussetzungen für eine weitere Expansion der Firma geschaffen. In den vier Millionen Mark ist eine moderne Laserschneideanlage enthalten, mit der Stahlbleche bis 20 Millimeter Stärke bearbeitet werden können. Damit will man die Produktpalette erweitern, neue Kunden gewinnen und in Sachen Qualität noch zulegen. Der Investor hob besonders die kooperative Haltung der Baubeauftragten in der Stadtverwaltung hervor, die recht unbürokratisch und schnell die notwendigen Genehmigungen erteilten.

Die schlüsselfertige Realisierung des Bauvorhabens ist von der Firma Freyler Industriebau GmbH Riesa, einem Nachbarn von Rime, übernommen worden. Während die Bau-Union Riesa das Fundament erstellt, zeichnet ein weiterer Firmennachbar, Schneider-Wicklein, für Dach und Fassade verantwortlich.

Rainer Ohlrogge, Geschäftsführer der Freyler GmbH, bezeichnet diese Zusammenarbeit hiesiger Firmen als wichtig zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Bereits Anfang Juni soll in der neuen Halle die Produktion aufgenommen werden, wobei man, je nach Marktbedürfnis, vom Einzelstück bis zur größeren Serie vieles im Programm hat. Zwei alteingesessene Kollegen werden dann die neue Technik bedienen. An ihrer Stelle sollen zwei Leute rücken, die derzeit auf Probe im Betrieb arbeiten.

Die neue Werkhalle

20.03.1997 Sächsische Zeitung Ausgabe Riesa

Mit einem symbolischen Baggerhub wurde gestern Mittag der Grundstein für eine neue Produktionshalle der Firma Rime auf dem ehemaligen Riesaer Stahlwerksgelände gelegt. Bereits im Juni soll in der 2000 Quadratmeter großen Halle die Produktion von Kantprofilen und anderen Erzeugnissen aufgenommen werden, wobei modernste Lasertechnik zum Einsatz kommt. Die gute Auftragslage des Unternehmens war ausschlaggebend für diese Investition in Höhe von vier Millionen Mark.

Rime siedelt sich an

05.05.1994 Sächsische Zeitung, Ausgabe Riesa

Die Rime GmbH Herbolzheim (Schwarzwald) hat sich als Zulieferbetrieb namhafter Firmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Fahrzeug-Stahlbau sowie Apparate- und Maschinenbau in den alten Bundesländern im Laufe der Jahre einen guten Namen geschaffen.

Dass sie im neuen Wirkungskreis auch bald solche Erfolge ausweisen kann, davon sind die beiden aus Riesa stammenden Betriebsleiter Dipl.-Ingenieur Steffen Wätzig und Ingenieur Jörg Zschiedrich, fest überzeugt. Konnten sich doch beide ein halbes Jahr im Herbolzheimer 30-Mann-Unternehmen vorbereiten. Die Rinklin-Metall GmbH, Rolf Rinklin ist Inhaber der Firma, beauftragte dann auch die Riesaer leitenden Angestellten mit der Auswahl der zukünftigen Arbeitnehmer, deren Ausbildung ebenfalls in Herbolzheim erfolgte. Dass CNC-erfahrene Fachkräfte bei der Einstellung ein gewisses Plus hatten, versteht sich von selbst. Denn CNC- gesteuerte Abkantpressen oder Stanz- und Nibbelmaschinen verlangen doch eine gute Qualifikation.

Im Übrigen wird in absehbarer Zeit eine Laserschneidanlage, welche bis zu einer Materialstärke von 20 Millimetern trennen kann, die Produktionspalette erweitern. Noch ohne das fertige Unternehmen in Riesa im Rücken, gingen die früher im Stahlwerk beschäftigten Leiter ab April 1993 auf Kundenwerbung. Und diese Präsentation bracht es schon mit sich, dass bereits mit Beginn des Probebetriebs im Oktober vorigen Jahres ein ganz gutes Auftragsvolumen verzeichnet werden konnte. Aus diesem Grund ist man auch optimistisch, dass in naher Zukunft bis zu 20 Arbeitnehmer die Rime GmbH als Firmenadresse angeben können.