
Abkanten Sachsen
Abkanten ist eine unserer wichtigsten Bearbeitungsmöglichkeiten in der Unsere Fertigungsmöglichkeiten. Wir verfügen über fünf Abkantpressen, von denen zwei Maschinen im Tandembetrieb genutzt werden. So sind wir in der Lage, Bleche bis zu einer Länge von 16.000 mm abkanten zu können. Betreiben wir die Tandem – Abkantpresse als Einzelmaschinen, verfügen wir über insgesamt drei Maschinen mit einer Bearbeitungslänge von 8.000 mm und arbeiten aufgrund dieser hohen Kapazität Aufträge in kürzester Zeit ab.
Der benötigte Kraftaufwand wächst exponentiell im Verhältnis zur Materialstärke. Bei unserer maximal möglichen Länge von 16.000 mm muss die Maschine eine Presskraft von über 150 Tonnen pro Meter aufbauen. Dabei wird die maximale Kraft von 2.500 Tonnen erreicht. Diese Leistung erlaubt uns bis zu 30 mm starkes Stahlbleche auf voller Länge von 16.000 mm abzukanten. Unsere kleineren Maschinen sind perfekt zum Biegen von kürzeren und dünneren Blechen geeignet.
Zum Abkanten von Blechen stehen folgende Maschinen bereit:
| Lagerbestand | Hier können Sie prüfen, ob wir Ihr gewünschtes Material bereits im Lager haben. Sollten Sie die gesuchten Bleche nicht finden, dann können Sie diese trotzdem bei uns nachfragen. Wir benötigen dann nur etwas mehr Zeit, um die Blechtafeln für Sie zu bestellen. |
| Kontakt: | Kontaktseite |
| E-mail: | info@rime.de |
| Telefon: | +49 3525 50 69-0 |
| Telefax: | +49 3525 50 69-10 |
So funktioniert Blech Abkanten

Abkanten ist eines der wichtigsten Verfahren und kann auch als Kanten, Biegen oder Gesenkbiegen bezeichnet werden. Eine Abkantpresse verfügt jeweils über ein Ober- und Unterwerkzeug.
Beim Abkantprozess wird das Oberwerkzeug, auch Stempel genannt, kontrolliert in das Unterwerkzeug (Matrize) gedrückt. Das Blech wird zwischen die Werkzeuge gelegt und durch das Absenken des Stempels in gewünschte Form gebogen.
Vorteilhaft ist, dass mit professionellen Abkantpressen Winkel und Radien gleichermaßen gebogen werden können. Dies kann durch einfaches Auswechseln von Biegestempel erreicht werden. Der Stempel hat genau die Form, die man für das Blech benötigt. Je nach Absenkungstiefe kann das Blech unterschiedlich stark gebogen werden. Um den Abkantvorgang so effizient wie möglich zu gestalten, wird das zu biegende Material an einen Anschlag angelegt.
Bei unseren Maschinen erfolgen alle Einstellungen durch eine CNC-Steuerung. Diese ermöglicht auch eine Simulierung des geplanten Biegevorganges. So kann die Eintauchtiefe optimal geplant werden, ohne Probebiegungen vornehmen zu müssen.
Radien abkanten & Biegeradius

Wir verfügen über vier Kantbänke, in den Abmessungen 3.500 mm, 6.000 mm 8.000 mm und 16.000 mm. Auf diesen Abkantpressen können wir durch den Einsatz von Radienwerkzeugen hochpräzise Innenradien abkanten. Radienstempel müssen immer dann zum Einsatz kommen, wenn extrem widerstandsfähige Stähle wie beispielsweise HARDOX gebogen werden sollen.
Diese Materialien sind zwar sehr hart, neigen aber bei zu kleinen Innenradien zum Einreißen. Mit unseren Radienwerkzeugen sorgen wir dafür, dass Materialien, je nach ihren spezifischen Eigenschaften optimal gebogen werden, ohne ihre Stabilität zu verlieren.
Bevor in Blechtafeln ein Radius gekantet werden kann, muss der Mindestbiegeradius bekannt sein. Mindestbiegeradien sind von Materialarten und Blechdicken abhängig. Vordefinierte Radien werden bei vielen Anwendungen benötigt. Egal, ob sie aus optischen oder konstruktiven Gründen erforderlich ist.
Mit unseren Radienwerkzeugen stellen wir Innenradien mit einer Genauigkeit von 0,5 mm her. Größere Radien erreichen wir durch Mehrfachkantungen bzw. Segmentkantungen.
Abkanten von Dillidur bzw. Dillimax – Verschleißblechen
Trotz großer Zähigkeit, Schlagfestigkeit und Widerstandskraft lassen sich Verschleißbleche von Dillinger sehr gut verarbeiten. Nach Angaben des Herstellers eignen sich diese Bleche zum Kaltumformen und Zerspanen. Unsere Maschinen lassen sich auf Blech mit höherer Festigkeit einstellen, so dass ein eventuelles Rückfedern des Materials beim Biegeprozess ausgeglichen werden kann.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Produkte aus verschleißfestem Material benötigen. Wir beraten Sie gern!
Wir beraten Sie gern!
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Welche Abkantverfahren gibt es?
Freies Abkanten
Das Blech muss so in die Maschine eingelegt werden, dass das Material nur auf den beiden oberen Kanten der Matrize aufliegt. Durch die vorprogrammierte Absenkungstiefe des Stempels erfolgt CNC-gesteuert, wobei das Oberwerkzeug das Blech in die Matrize drückt und so den gewünschten Winkel biegt. Der Absenkvorgang endet jedoch, bevor das Blech die Matrize berührt. Der große Vorteil des freien Abkantens liegt in der Flexibilität verschiedene Winkel zu biegen, ohne das Werkzeug wechseln zu müssen. Das ist auch ein Grund, weshalb man freies Abkanten so häufig anwendet.
Abkanten mit Prägung
Im Grundprinzip funktioniert Prägebiegen genauso wie freies Biegen. Der einzige Unterschied liegt in der großen Presskraft, welche auf das Werkstück einwirkt. So abgekantete Winkel sind genauer, da das Werkstück komplett in die Matrize gepresst wird. Nachteilig bei diesem Verfahren ist eine geringe Flexibilität. Jede Matrize ermöglicht das Abkanten eines definierten Winkels. Bei Werkstücken mit verschiedenen Winkelvorgaben muss die Abkantpresse umgerüstet werden. Dies hat einen nachteiligen Einfluss auf den Stückpreis.
Drei-Punkt-Abkanten
Abkanten mit Nachsetzen
Zum Biegen von Blechen mit bestimmten Innenradien steht uns eine große Anzahl an Radienwerkzeugen zur Verfügung. Es gibt jedoch Aufträge bei denen Radien benötigt werden, welche größer sind als vorrätige Werkzeuge.In solchen Fällen biegen wir alle geforderten Radien durch “Abkanten mit Nachsetzen”.
In diesem computergesteuerten Biegeprozess wird Blech Schritt für Schritt mit unterschiedlich starken Kantungen versehen, sodass der gewünschte Innenradius entsteht.
Wozu benötigt man Kantfolie?
Durch 
den Einsatz von Kantfolie wird die Gefahr der Abdruckbildung auf sensiblen Blechen Kantteilen aus Stahl, Edelstahl mit Schliff, Aluminium oder Spiegel-V2A / V4A vermieden.
Die Kantfolie wird zwischen Werkstück und Matrize gelegt und schützt das Blech vor dem direkten Werkzeugkontakt. Sie besteht aus Polyester oder auch Polyamid, ist mechanisch extrem belastbar und kann für mehrere Kantungen eingesetzt werden. Die Kantfolie ist einfach zu handhaben.
Ein Wechsel kann schnell und unkompliziert erfolgen.
Da durch die Folie das Werkzeug nicht in direktem Kontakt mit dem zu kantenden Material steht, findet keine Verschmutzung der Kantteile statt. Eine Nachbearbeitung der Bleche entfällt somit. Dies erhöht natürlich die Qualität des Produktes.
Was ist der Mindestbiegeradius?
Abkanten oder Biegen ist ein spanfreies Blechumformungsverfahren, bei dem Blechtafeln durch mechanische Krafteinwirkung umgeformt werden.
Bei Rime erfolgt die Umformung mittels vier moderner CNC-Abkantpressen mit den Abmessungen von 4, 6, 8 und 16 m. Diese Pressen sind CNC-gesteuert und erleichtern den Biegevorgang ungemein. Unsere Möglichkeit Biegeprozesse zu simulieren hilft Probebiegungen zu vermeiden und Material und Zeit zu sparen. Doch Maschinen können uns nicht die gesamte Arbeit abnehmen. Das Abkanten erfolgt im Prinzip durch Eintauchen des Stempels in die Matrize. Zwischen beide Werkzeuge wird das Blech eingelegt, welches durch das Absenken des Stempels in die Matrize gedrückt und so den gewollten Winkel gebogen. Doch dieser Abkantprozess birgt einige Details, welche für einen optimalen Biegevorgang unbedingt beachtet werden müssen. Nicht jedes Metall verhält sich gleich, wenn man es den großen Kräften aussetzt.
Mindestbiegeradius
Der Mindestbiegeradius ist der kleinstmögliche Radius, mit dem eine Blechtafel ohne Materialschäden gebogen werden kann. Dieser Wert ist vom Material und Blechdicke abhängig. Es gibt für Stahlbleche eine Faustformel, welche vorschreibt, dass der Mindestbiegeradius mindestens dem Wert der Blechdicke entsprechen muss. Bei Aluminium beträgt der Mindestbiegeradius dem Wert der doppelten Blechstärke. Bei Unterschreitung dieses Wertes kann das Blech an den Rändern einreißen oder es kann Material von der Materialoberfläche abplatzen.
Soll ein Werkstück in einen bestimmten Winkel gekantet werden, so muss es über diesen Winkel hinaus gebogen werden, da das Werkstück nach dem Abkanten leicht zurückfedert. Das Rückfedern kann mit modernen CNC-Abkantpressen sehr gut kompensiert werden.
Kritisch wird es nur, enn ein Blech genau im Mindestbiegeradius gebogen werden soll, da durch das Rückfedern der Mindestbiegeradius unterschritten werden muss. Aus diesem Grund ist der tatsächliche Mindestbiegeradius immer größer als theorietisch mögliche Radius.
Wozu braucht man Großteile?
Blechformate mit einer Größe von 8 bis 16 Meter  Größer, schneller, weiter… – Nach Fortschritt streben, eigenen Grenzen verschieben und Überwindung technischer Limits sind tief im Wesen des Menschen verankert. Und so werden Jahr für Jahr neue Rekorde gebrochen. 2010 wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten das bislang höchste Gebäude unserer Welt fertig gestellt. Vom Boden bis zur Mastspitze beträgt die Höhe des “Burj Dubai” stolze 830 Meter. Es gibt Fahrzeuge, die in der Salzwüste Arizonas schneller fahren als der Schall und Brücken, welche nicht nur breite Flüsse, sondern ganze Meerengen überwinden. Die Brücke mit der größten Spannweite ist die Storebælt-Brücke in Dänemark. Der Abstand zwischen zwei Pylonen ist größer als 1.600 Meter. Undenkbar wären solche Bauwerke ohne hochfeste und stabile Baustoffe und den modernen Verarbeitungsmethoden.
Auch in der Bearbeitung von Blechen geht der Trend zu immer größeren Werkstücken. Die Möglichkeit Bleche mit einer Länge von über 8 m biegen zu können hat einige Vorteile. Vor wenigen Jahren konnten noch keine Großteile bearbeitet werden. Wurde beispielsweise ein Kantteil mit einer Länge von 16 m benötigt, mussten solche Werkstücke aus mehreren kleineren Teilen zusammengeschweißt werden.
Trotz moderner Schweißverfahren stellen Schweißnähte immer eine Schwachstelle dar. Durch Hitzeeinwirkung beim Schweißen schmilzt nicht nur das Material. Es verändert auch seine kristalline Struktur geringfügig, wodurch dann das hergestellte Großteil in seiner Tragkraft und Rostanfälligkeit geschwächt wird. Eine Herstellung von Schweißnähten ist außerdem Zeit- und Materialaufwendig, da z.B. geschweißte Brückenträger unter Schutzgasanwendung geschweißt und danach durch Röntgenkontrolle überprüft werden müssen.
Um diesen Aufwand zu reduzieren, werden immer größere Teile hergestellt. Maschinen, die in der Lage sind solche Teile zu bearbeiten, wachsen sozusagen mit den größer werdenden Blechteilen mit. In Europa hat sich in den letzten Jahren eine starke Nachfrage nach Großteilen gebildet. Ein internationaler Transport langer Blechtafeln ist sehr teuer, sodass sich die Einfuhr aus asiatischen Ländern nur für kleine Teile lohnt.
Dicke und lange Bleche abkanten
Wie folgen nun diesen neuen Anforderungen und bieten seit 1. Dezember 2011 die Möglichkeit sehr lange Blechteile abzukanten. Doch dies ist nur eine Facette unserer neuen Möglichkeiten. Oft geht es nicht nur darum Großteile in einer bestimmten Länge zu biegen – auch die Fähigkeit dicke Blechstärken kanten zu können ist sehr gefragt.
Dafür steht uns eine moderne Abkantpresse mit einer Gesamtpresskraft von 25.000 kN zur Verfügung. Damit ist die Maschine praktisch in der Lage, 30 mm starkes Stahlblech auf voller Länge abzukanten. Bei 2.000 mm Abkantlänge schafft diese Maschine sogar Bleche mit einer Materialstärke von 70 mm.
Aus unserem bestehenden “XL” – Angebot wird ”XXL” und wir können Ihnen Blechteile anbieten, die in ihrer Länge gerade noch mit einem Lastkraftwagen transportabel sind. Mit solchen Werkstücken ermöglichen wir den Bau und Entwicklung von größeren und stabileren Bauwerken und folgen unseren menschlichen Zielen immer größere und bessere Bauwerke zu errichten.










